Sehr geehrte Damen und Herren,

die erforderliche Unterstützung durch die steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe bei Anträgen zu den Corona-Hilfen, wie Überbrückungs-, November- und Dezemberhilfen läuft auf Hochtouren. Der neuerliche Lockdown ab 16.12.20 führt zu einer deutlichen Ausweitung der Zahl von Betroffenen und damit verbundenen Mehraufwendungen. Dazu erschweren kurzfristige Korrekturen und Ergänzungen der bürokratischen Abläufe unsere Arbeit. Auf die Hilferufe der Branchenvertreter haben die zuständigen Behörden nun reagiert und den zeitlichen Druck etwas reduziert:

> Obwohl die gesetzliche Frist zur Offenlegung der Jahresabschlüsse 2019 am 31.12.2020 endet, werden vom Bundesjustizamt vor dem 01.03.2021 keine Ordnungsgeldverfahren eingeleitet.

> Das Bundesfinanzministerium hat die Frist zur Abgabe der Steuererklärungen 2019 durch Steuerberater um einen Monat, also bis 31.03.2021, verlängert.

Worin liegt der steuerbedeutende wesentliche Unterschied zwischen Enkel und Urenkel? Zum Glück hilft uns in dieser Frage das höchste Steuergericht, der Bundesfinanzhof (BFH)! Er stellte im Zusammenhang mit Schenkungen an Enkel und Urenkel unter Hinweis auf den Gesetzestext in letzter Instanz fest, dass Enkel Kinder von Kindern, Urenkel jedoch weitere Abkömmlinge von Kindern sind. Die Auswirkung: ein um 100.000,00 Euro geringerer Freibetrag.

Gibt es auch Hoffnung in Zeiten von Corona? Können Unternehmen gestärkt aus der Krise gehen?
Vielleicht hilft ein Blick zurück. Zu den heftigsten Krisen der letzten Jahrzehnte zählten wohl die „Erdölkrise“ in den 1970er-Jahren, das Platzen der „Dotcom-Blase“ und 9/11 zu Beginn der Jahrtausendwende und – noch in guter Erinnerung – die große Finanzkrise in 2008/2009.

Der Druck durch Krisen führte immer auch dazu, dass sich Unternehmen durch neue Technologien, Verfahren und Kommunikationsmittel neu aufstellten und die „Krise als Chance“ nutzten, sich fit für die Zukunft zu machen. Die früher unvorstellbare rasante technologische Entwicklung, insbesondere der Kommunikationsmittel und -wege und die Möglichkeiten der Digitalisierung bieten den Akteuren eine breite Palette von Instrumenten zur Überwindung der Krise. Die weltweite und in unerwartet kurzer Zeit offensichtlich sehr erfolgreiche Zusammenarbeit von mehr als 250 Biotechnologie- und Pharmaunternehmen in der Forschung zur Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das sars cov2 Virus mag ein leuchtendes Beispiel sein.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft werden jetzt und in den kommenden Monaten und Jahren gewaltig sein. Es bleibt aber die Hoffnung, dass uns, wie zu früheren Gelegenheiten, menschliche Fähigkeiten wie Kreativität, Anpassung und Durchsetzungswille aus der Krise führen und bei dieser Gelegenheit verstärkt den Fokus auf die Reduzierung der Umweltbelastungen legen.

Mit diesem hoffnungsvollen Ausblick bedanke ich mich herzlich für das dem ganzen Team von Schlüter + Kollegen entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit im schwierigen Jahr 2020. Starten Sie mit Hoffnung und Zuversicht in ein gesundes Jahr 2021 und bleiben Sie uns weiterhin gewogen!

Herzlichst Ihr Heinz Schlüter